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Tuba Skinny+ Kniri Knaus ,Tishomingo Blues

UPDATE:  07.11.2026

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08.12.2026,  Mississippi Stompers,    Rest. Schützen,  Aarau  , 19:30
https://www.aarauinfo.ch/event/wtZUQaxkO

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12.12.2026,  Mississippi Stompers,   Kafi Rösli,  Othmarsingen,   18:00

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03.01.2027,  Small Town Kids,  Ref. Kirche Dagmersellen, Gottesdienst und Neujahrsapero, 10:00

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06.02.2027. New Orleans Hot Shots,  Le Jardin, Muntelier bei Murten,  18:00,   

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18.02.2027, Blues West and Friends, mit Kniri,  Rest. Stadtkeller,  Luzern ,  20:00

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06.08.2027, Mississippi Stompers,   Konzert  Schlosshof, Biberstein,    20:00

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25.08.2027, Mississippi Stompers,    Jazz AT The Mill,   Henggart,    20:00

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Kniri-221-BluesÖrgeli

Das Kniri-Bluesörgeli & das KNIRI 221-System

Das Handörgeli im Blues und Jazz ?
Was unmöglich klingt, wurde durch eine musiktheoretische Entdeckung und meisterhaftes Handwerk Realität.

Klassische diatonische Akkordeons (Cajun Accordeons/Melodeon) stossen im Blues an ihre Grenzen.
Auf der Suche nach einer Lösung habe ich 2001 eine fundamentale Entdeckung gemacht: eine Erweiterung der Zirkular- und Spiral-Toneinteilung im Quartenzirkel.
Während eine normale 8 tönige diatonische Tonleiter nach einer Oktave endet, und dann jeweils wieder neu beginnt bis zur nächsten Oktave, und so weiter........
führt die von mir entwickelte 221-Tonleiter (basierend auf der Intervallfolge Ganzton-Ganzton-Halbton) kontinuierlich weiter.
Sie ist als Spirale aufgebaut: Erst nach 36 Tönen beginnt die Reihe wieder von vorn – allerdings in einer viel höheren Oktavlage.

Die visionäre mechanische Umsetzung dieser Entdeckung verdanke ich einem genialen Fachmann aus der Nachbarschaft:
Der erfahrene Harmonikastimmer und Reparateur Hans Seiler aus Teufenthal nahm sich meiner Idee an.
Nach meinen exakten Angaben hat er die Örgeli präzise umgestimmt und modifiziert.

Das Prinzip:
Das Kniri-Bluesörgeli ist kein vollchromatisches Instrument.
Es bleibt im Kern diatonisch, wird aber durch die Quartenzirkel-Spirale 221 gezielt mit den entscheidenden chromatischen Tönen erweitert.
Genau diese Tonanordnung erlaubt es mir, Blues-Skalen, Blue Notes und Jazz-Akkorde flüssig über mehrere Ebenen zu greifen,
ohne den typisch perkussiven Charakter des Örgelis zu verlieren. Ein einzigartiges System, das Schweizer Handwerk und innovative Harmonielehre verbindet!

 

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"KNIRI  221"   Kniri-221-BluesÖrgeli

Bei "Kniri 221" handelt es sich um eine spezielle, alternative Tonanordnung (Alternate Tuning System),
Das System zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Das Prinzip: Es basiert auf der kontinuierlichen Intervallfolge Ganzton–Ganzton–Halbton (daher der Name 221 gemäss den Halbtonschritten: 2, 2, 1).
  •  
  • Die Struktur: Die Tonleiter ist wie eine Spirale im Quartenzirkel aufgebaut. Sie wiederholt sich nicht wie üblich nach einer Oktave, sondern läuft kontinuierlich  weiter.
  • Die Anwendung: Kniri Knaus entwickelte dieses Layout, um das Improvisieren im Blues und Jazz zu erleichtern. Es ermöglicht das einfache Spielen von verschiedenen mixolydischen Dur- und natürlichen Moll-Tonarten
    sowie zahlreichen Dreiklängen, ohne dass komplexe Techniken wie Overblows nötig sind. Das stimmtechnische Prinzip wird primär für 10-Loch-Mundharmonikas (z. B. konfiguriert über den Hersteller Seydel oder in Custom-Anfertigungen)
    sowie für einreihige diatonische Akkordeons  (Cajun Accordions / Melodeons) genutzt.  

Das Layout des Kniri 221 Tuning-Systems ist mathematisch exakt durch die namensgebenden Intervallschritte Ganzton (2) – Ganzton (2) – Halbton (1) definiert. Es zieht sich wie eine Spirale durch die Tonarten.


1. Das Layout für die 10-Loch-Mundharmonika (Bluesharp)
Für eine Mundharmonika, die auf dieses System abgestimmt ist (oft als Custom-Anfertigung z. B. bei Seydel konfiguriert), sieht das Ton-Layout über die 10 Kanäle hinweg wie folgt aus:

Harmonica:   "KNIRI 221"    Tuning
Diatonische Mundharmonika mit 10 Löcher            B deutsch = Bb englisch

 G   H   D   F   A   C   Es   G   B  Des   blasen        G7,  Hdim7, Dm7,   F7,  Adim7,  Cm7, Es7, Gdim
 A   C   E   G   B   D   F   As   C  Es     ziehen      , Am7, C7 , Edim7, Gm7, B7, Ddim7, Fm7 , As 

  • Das Besondere: Wenn du die Noten von Loch zu Loch (zuerst Blasen, dann Ziehen oder umgekehrt) verfolgst, springst du in reinen Quarten vorwärts.
  • Akkorde: Beim gleichzeitigen Anblasen oder Anziehen mehrerer Kanäle entstehen automatisch komplexe Jazz- und Bluesakkorde (z.B. verminderte Akkorde, Septakkorde wie F7, Gm7, Bb7) ganz ohne Bending.

Hinweis: Es gibt auch eine Hybrid-Variante namens "Circular-Kniri".
Bei dieser sind die Kanäle 1–5 in der klassischen "Circular/Spiral"-Stimmung belegt und die Kanäle 6–10 wechseln voll in das Kniri-221-System.

Harmonica   "Circular-Kniri"  Tuning   in C  (Am)  
B english = H deutsch,   Bb english = B deutsch  /   Blue Notes  B und Es

C  E  G  H  D  F  A  C  Es  G   blasen     Cmaj7, Em7, G7, Hdim7, Dm7, F7, Adim7, Cm
D  F  A  C  E  G  B  D  F   A     ziehen      Dm7, Fmaj7, Am7, C7, Edim7, Gm7, Bmaj7, Dm

2. Das Layout für das diatonische Akkordeon (BluesÖrgeli / Melodeon)
Beim einreihigen diatonischen Akkordeon mit 10 Knöpfen( oder Langnauerörgeli / Miniörgeli ) wird das Prinzip auf die Diskanttasten (Melodieseite) übertragen.
Da ein diatonisches Akkordeon – genau wie die Mundharmonika – wechseltönig ist (beim Drücken des Balgs erklingt ein anderer Ton als beim Ziehen)
Das exakte Kniri 221 Layout für das 1-Row Cajun Accordion (bzw. einreihige Melodeons und BluesÖrgeli) unterscheidet sich strukturell stark von der klassischen Richter-Stimmung.

Hier ist die genaue Belegung der 10 Melodietasten im Detail, wie Kniri Knaus sie konzipiert hat: Das 10-Button Diskant-Layout (Melodieseite)   Die Bass-Seite  benützt  Kniri Knaus nicht ! 

In der gängigen Version (basierend auf einem modifizierten Hohner 114 oder Cajun-Modell) sieht die Verteilung der Töne bei Stossen (Push) und Ziehen (Pull) wie folgt aus:


Cajun Accordion  mit 10 Knöpfen
BluesÖrgeli  "KNIRI 221"  Tuning   B deutsch = Bb englisch

Fis  A    C     E   G   B   D   F   As   C     stossen     Fisdim, Am7, C7 , Edim7, Gm7, B7, Ddim7, Fm   
E     G    H     D   F   A   C   Es   G   B       ziehen      Em7,    G7,  Hdim7, Dm7,   F7,  Adim7,  Cm7, Es

Das Besondere an diesem Layout

  • Einfache Akkorde: Stösst oder ziehst du drei nebeneinanderliegende Tasten, erklingt immer ein sauberer Dreiklang (Grundstellung) – je nachdem, wo du ansetzt, entweder in Dur oder Moll. Das macht die Begleitung extrem intuitiv. 
  • Keine Sackgassen beim Blues: Das System löst das typische Problem diatonischer Instrumente, bei denen im Blues oft wichtige "Blue Notes" auf der falschen Balgrichtung liegen oder ganz fehlen.
    Durch die mathematische Spirale (Ganzton-Ganzton-Halbton) sind die Töne so angeordnet, dass man flüssig improvisieren kann.
  • Quartenzirkel-Logik: Die Töne steigen im Zick-Zack-Muster (Push → Pull → Push → Pull) in reinen Quarten an.]

 

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Luzerner Zeitung, 12.05.2025

 

 

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